PFAS-Regulierung in
Schaumlöschmitteln.

Kompakt, übersichtlich, informativ. Erfahren Sie auf einen Blick alles rund um das Thema der PFAS-Regulierung in Schaumlöschmitteln, – angefangen von den ersten Produktions-Stops von PFOS-haltigen Löschschäumen im Jahr 2000 bis hin zu einer vollkommen fluorfreien Zukunft im Jahr 2028. Wir setzen uns bereits seit 2015 stark für ein vorzeitiges Erreichen der Ziele ein, unter anderem mit unserer GREEN-GENERATION-Produktserie und tragen so unseren Teil für eine grüne und umweltschonende Zukunft in unserer Branche bei.

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PFAS-Regulierung in
Schaumlöschmitteln.

Kompakt, übersichtlich, informativ. Erfahren Sie auf einen Blick alles rund um das Thema der PFAS-Regulierung in Schaumlöschmitteln, – angefangen von den ersten Produktions-Stops von PFOS-haltigen Löschschäumen im Jahr 2006 bis hin zu einer vollkommen fluorfreien Zukunft. Wir setzen uns bereits seit 2015 stark für ein vorzeitiges Erreichen der Ziele ein, unter anderem mit unserer GREEN-GENERATION-Produktserie und tragen so unseren Teil für eine grüne und umweltschonende Zukunft in unserer Branche bei.

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PFAS -Verbot 2024

Das Verbot von PFAS wird spätestens für das Jahr 2024 auf Beschluss der Europäische Kommission erwartet.

Angestrebt wird das Verbot unter anderem von der ECHA (Europäische Chemi­kalien­agentur).

Kurze Übergangsfristen

Nach Inkrafttreten des Verbots, spätestens im Jahr 2024, müssen alle fluorhaltigen Löschmittel binnen 6 Monaten zwingend ersetzt werden

(Übergangsfrist bei Feuerlöschern für
B-Bränden 5 Jahre)

GREEN GENERATION

Schon jetzt umfasst unser Sortiment eine Vielzahl an Feuerlöschern mit fluorfreiem Löschschaum im Rahmen unserer GREEN GENERATION-Serie.

Mehr Informationen

PFAS -
Verbot 2024

Das Verbot von PFAS wird spätestens für das Jahr 2024 auf Beschluss der Europäische Kommission erwartet.

Angestrebt wird das Verbot unter anderem von der ECHA (Europäische Chemi­kalien­agentur).

Kurze
Übergangsfristen

Nach Inkrafttreten des Verbots, spätestens im Jahr 2024, müssen alle fluorhaltigen Löschmittel binnen 6 Monaten zwingend ersetzt werden

(Übergangsfrist bei Feuerlöschern für
B-Bränden 5 Jahre)

GREEN
GENERATION

Schon jetzt umfasst unser Sortiment eine Vielzahl an Feuerlöschern mit fluorfreiem Löschschaum im Rahmen unserer GREEN GENERATION-Serie.

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Die Reglementierung wird voraussichtlich innerhalb von einem Prüfzyklus eines Feuerlöschers in Kraft treten.
Handeln Sie jetzt!

Mit nur wenigen Aufnahmen müssen Sie nach der 6-monatigen Übergangsfrist auf Fluorfreie alternativen umstellen!

Wechseln Sie rechtzeitig zu Fluorfreien Feuerlöschern.

Eine kurze Reise durch
das Wissen rund um PFAS.

PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) kommen an vielen Stellen in der industriellen Fertigung zum Tragen. Im Bereich von Allwetter- und Funktions- Kleidung, bei Teflon-Beschichtungen von Töpfen und Pfannen, bei der Oberflächenverarbeitung, bei Farben und Lacken, Skiwachs und viele anderen Bereichen. Unter anderem auch bei den Löschschäumen (so genannte AFFF-Schäume). Die Familie PFAS beinhaltet über 4.700 Stoffe.

PFAS wird auch mit gutem Grund die Ewigkeitschemikalie genannt, da sich diese äußerst stabilen Substanzen in der Natur nicht abbauen. Bei einem Großteil der über 4700 Stoffen, die sich im PFAS Stammbaum befinden, werden besorgniserregende Eigenschaften vermutet.

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PFOS

PFOS sind seit 2006 durch die VERORDNUNG (EU) 2006/122/EG verboten. Bei PFOS-haltigen Löschschäumen spricht man von C12-Chemie, teils auch C8. Bedeutet 12-kettige Struktur = hohe halogenierte Konzentration an Fluor. 

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PFOA

PFOA sind seit dem 4. Juli 2020 durch die VERORDNUNG (EU) 2019/1021 vom 4. Juli 2020 verboten. Bei PFOA spricht man von C8-Chemie. Bedeutet eine 8-kettige Struktur mit einer geminderten Konzentration an halogeniertem Fluor. Herstellung erfolgte durch DUPONT mit einem seinerzeit neuartigem Telomerisationsverfahren. Nach dem Herstellungsstopp von unter anderem 3M war die C8-Chemie mit PFOA-haltigen Substanzen bis 2011 der Stand der Technik.

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PFHxS

PFHxS ist 2021 in die REACH-Kandidatenliste (eingeschränkte Stoffe) aufgenommen worden. Für Feuerlöschschäume relevant ist die Substanz PFHxA, wo ebenfalls eine Regulierung über REACH anläuft, so dass man davon ausgehen kann, dass in den nächsten 2 Jahren eine Einschränkung erfolgen wird.

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PFHxA

PFHxA bildet praktisch die Grundlage unserer aktuellen, 6-kettigen Löschschäume ab. Und ist bis heute Stand der Technik. Allerdings ist eine Umkehrung erkennbar. Es ist ratsam schon heute beim Verkauf von Feuerlöschern auf die Entwicklung um die Einstufung der Löschschäume in „besorgniserregende Stoffe“ zu informieren.

PFAS – Ein komplexes Thema einfach und greifbar erklärt.

PFAS -Regulierung

Die Regulierung von PFAS in Feuerlöschschäumen ist ein schwieriges und sehr komplexes Thema. Daher bereiten wir Ihnen hier alle wissenswerten Informationen übersichtlich und greifbar zur Verfügung.

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Wissenswertes zu PFAS.

Die PFAS-Familie erstreckt sich über 4.700 Stoffe an per- und polyfluorierten Verbindungen.

Viele Substanzen innerhalb der PFAS-Familie sind als PBTs (persistent, bioakkumulierend, toxisch) oder mindestens als besorgniserregend eingestuft.

Problematik der besorgniserregenden Stoffe: Viele der in der PFAS-Familie befindlichen Stoffe sind gesundheitsschädigend (Kanzerogen, Erbanlagenschädigend, Unfruchtbarkeit, Kinderkaries, etc.).

Werden „ewige Chemikalien“ genannt, da sie sich so gut wie nicht abbauen.

Analyseverfahren sind aufwendig und schwer.

Problematik der Analyseverfahrung zur Bestimmung von Fluor-Substanzen AOF / TOF / TOP ASSAY / Dark Matter (nicht jedes Verfahren führt zum Ziel).

Generell entwickeln Fluorsubstanzen eine hohe Mobilität. Insbesondere die C6-Chemie ist wesentlich mobiler, wodurch sie schneller durch Erdschichten in Trinkwasserquellen gelangen.

Mobilität erfolgt i.d.R. über die Durchdringung über den Erdboden in Trinkwasserressourcen oder bei destabilisierten Ketten (volatile Substanzen) über die Luft.

Hinsichtlich der Tragfähigkeit (LRTP = long range transport potential) sei gesagt, dass Proben bei Polarbären (im Wirkungskreis weit jenseits menschlicher Zivilisation) mit alarmierend hohen Fluorwerten im Blut und Leber/Nieren die Fachwelt aufgerüttelt hat.

Die Halbwertzeit der PFAS-Stoffe im Bioorganismus können bei den langkettigen Substanzen 3–5 Jahre betragen. Dann ist die Hälfte der Gifte abgebaut. Bei den kürzeren Ketten beträgt die Halbwertszeit im Körper immerhin noch bis zu mehreren Monaten.

Der Begriff „fluorfrei“ ist jahrelang ein wenig verharmlost worden. So hat bis vor Kurzem das Milieukeur-Institut in den Niederlanden den Stand der Technik (C6 = PFHxA) mit 0.04% Gesamtinhalt als „fluorfrei“ bezeichnet hat. Diese Formulierung ist 2022 überarbeitet worden.

Definition „fluorfrei“ 2022

Der Begriff „fluorfrei“ ist nicht genau definiert. Wir verstehen darunter Produkte, die ohne vorsätzlichen Zusatz von fluororganischen Verbindungen zum Zweck der Leistungssteigerung so gefertigt werden, dass sie keine über die regional als ubiquitäre Hintergrundbelastung (z.B. im zur Herstellung verwendeten Trinkwasser) hinausgehende Menge an fluororganischen Stoffen enthalten.

Quelle Dr. Sthamer

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Warum fluorfreie
Feuerlöscher die
Zukunft sind.

Interview mit CEO José Alvarez

José Alvarez ist nicht nur Geschäftsführer von JOCKEL Feuerschutz GmbH, sondern auch einer der führenden Experten zum Thema PFAS-Regulierung in Feuerlöschschäumen.

Informationsübersicht.

Lassen sich Feuerlöscher mit Premix-Löschmittel auf fluorfrei umrüsten? Grundsätzlich ist das möglich

  • Das Reinigen ist aufwendig und das zur Reinigung verwendete Wasser/Zitronensäure und andere Arbeitsmittel müssten im Anschluss einer ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt werden. Es ist zu vermuten, dass die Entsorgungspreise, mit voranschreitendem Verbot, steigen werden. Auch müssten Arbeitsstätten (so auch die Werkstattwagen der Kunden- dienste) entsprechend für die Reinigung nachgerüstet werden (Auffangwannen, etc.). Wirtschaftlichkeit ist nicht gegeben.

  • Das Reinigen ist mit einer großen Umweltbelastung verbunden. Nachhaltigkeit prüfen.

  • Spuren (Residuals) von anhaftendem AFFF-Schäumen im Behälter (oder der Beschichtung) können dazu führen, dass sensible Grenzwerte überschritten werden, was eine Nicht- einhaltung des Verbotes zur Folge hätte. Das kann strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

 

Lassen sich Feuerlöscher mit Kartuschen auf fluorfrei umrüsten?

    • Sollte der Löscher nachweislich nicht ausgelöst worden sein, so ist eine Umrüstung möglich. Sofern sichergestellt ist, dass keine Kontaminierung des Innenraums erfolgt ist. Hier stellen sich allenfalls haftungsrechtliche Fragen, ob ein Unternehmen diese Vorgehensweise (mit der angeknüpften Fragestellung einer Kontamination) gewährleisten kann.

      Können Betreiber/Kundendienste rechtsverbindliche Einstufungen vornehmen? (Haftungsfrage. Analysen, Vermutungswirkung, tatsächlicher Zustand der Kartuschenlöscher).

Eine ordnungsgemäße Entsorgung darf nur über entsprechend zugelassene Entsorgungsbetriebe erfolgen. Als Faustregel gilt, wer sich einer Sache entledigen will oder muss, berührt nach KRWG das Kreislaufwirtschaftsgesetz. Das KRWG sieht zwei Vorgehensweisen vor. Die Unterscheidung erfolgt zur Verwertung oder Vernichtung der zu entsorgenden Sache.

Wir weisen darauf hin, dass eine Endverbleibsbescheinigung von elementarer Bedeutung ist. Da nur diese den Verbleib einer zu entsorgenden Sache rechtssicher dokumentiert.
Es ist damit zu rechnen, dass mit dem Verbot/Regulierung des Stoffes PFHxA oder gar der gesamten PFAS-Familie strenge Kontrollen und/oder drakonische Strafen verabschiedet werden.

Die Entsorgung von Fluor-Chemikalien zur Vernichtung erfolgt ausschließlich an leistungsfähigen Deponien, die bei >1.000°C verbrannt werden.

Für Löschschäume gilt allgemein die 16 10 01

1. Hintergrund

Aus der Vergangenheit sind vermehrt Schaumfeuerlöscher über das Brandschutzkonzept gefordert worden und die Branche hat auch diesbezüglich in Richtung AB-Schaumlöscher beraten und verkauft. Dabei ist nicht ausschließlich die Brandklasse B (flüssig und flüssigwerdende Stoffe) der Entscheidungstreiber gewesen. Hier sollten wir uns auf kritische Fragen aus dem Markt vorbereiten.

AFFF-Löschschäume gibt es seit den 1950er Jahren. Besonders wegen ihrer breitgefächerten Abdeckung und der fulminanten Löschkraft, haben sie sich am Markt als unersetzlich etabliert. Über technologischen Fortschritt in der Analysetechnik und insbesondere den Auffälligkeiten (Krankheits-bilder) sind die hochkonzentrierten Substanzen als besorgniserregend identifiziert worden. Die Mobilität dieser Stoffe ist jahrelang unterschätzt worden. Studien haben bei Polarbären (weitab

jedweder, menschlicher Zivilisation) alarmierende Fluorwerte im Blut und der Leber nachgewiesen. Die Mobilität erfolgt über das Wasser und bei instabilen Ketten teils auch über die Luft. Heute klassifiziert man sogar das LRPT (long range transport potential) von PFAS-Substanzen.

Der Markt hat über Jahrzehnte herum neue Schäume, auf Basis abgewandelter PFAS-Substanzen mit weniger Auffälligkeiten entwickelt. Auch hier sind mit der Zeit die Analyse- und Nachweis- verfahren so scharf geworden, dass man kleinste Nuancen nachweisen kann. Das Problem um diehalogenierten Fluortenside der dritten Generation C6-Chemie ist nach wie vor die Persistenz. Diese

Stoffe bauen sich in der Natur nicht ab und akkumulieren sich mit der Zeit, so dass persistente Stoffe über eine kritische Konzentration/Ansammlung unverträglich oder toxisch werden. Obendrein erweist sich die C6-Chemie (mit dem Inhaltsstoff PFHxA) als besonders mobil in der Umwelt.

Die Diskussion um Fluortenside ist nicht neu aber durchaus kontrovers. Das Argument war immer, dass Brände und Gifte, die aus dem Brand entstehen, ebenfalls einen enormen Eintrag in der Natur haben. So hat man billigend in Kauf genommen, dass Löschschäume ebenfalls umweltbelastend sind. Hier ging es primär um schnelle und effiziente Brandbekämpfung. Heute gibt es fluorfreie Alternativen, die vergleichbare Löscherfolge aufweisen, wie die fluorbehafteten Löschschäume, so dass auch ein Brandschutzfachhändler nachhaltig in der Brandschutzfrage beraten kann.

2. Beratung

Am Fallbeispiel eines Großkunden, der heute 250 Löscher für ein Bauprojekt oder die Inbetriebnahme einer neuen Betriebseinheit bestellt, erschließt sich das Problem. Aus heutiger Sicht würde die „REACH-Regulierung von PFAS in Feuerlöschschäumen“ 1) dazu führen, dass u.U. in 5 Jahren nach Veröffentlich der Regulierung (voraussichtlich 2029) die jüngst gekauften Feuerlöscher teuer entsorgt und neue Feuerlöscher, ohne Zusatz von Fluortensiden, angeschafft werden müssten. Der Kunde wird (berechtigterweise) fragen, wieso man ihm zum Zeitpunkt der Anschaffung in 2022 nicht über die anstehende Regulierung und ihre Folgen für ihn als Betreiber informiert habe. Die Empfehlung der Lebensdauer von Feuerlöschern beläuft sich bei Aufladegeräten auf 25 Jahre, bei Dauerdruckgeräten auf 20 Jahre.

Wir empfehlen, schon in dieser Phase der Angebotsabgabe, Kunden von der Entwicklung einer sehr wahrscheinlichen Regulierung von Feuerlöschschäumen zu informieren und Alternativen aufzuzeigen. Mögliche Risiken in der Beratung sind a) Verunsicherung oder b) Misstrauen aufgrund einer Panik- mache Umsätze zu machen. Beides kann den Verkaufsabschluss behindern. Daher ist das „was“ und „wie“ einer sorgfältigen Kommunikation genau zu überdenken und unmissverständlich zu formulieren. Generell sollte ein Ansprechpartner im Hause in der Sache fit gemacht werden, der bei vertrieblichen Rückfragen, geschickt am Kunden das Thema begleiten kann. Ein Hinweis in der AB (Auftrags- bestätigung) und RG (Rechnung) mit dem Wortlaut:

Es ist absehbar, dass in Kürze durch die EU eine Reglementierung von PFAS-Stoffen greifen wird. Diese betrifft sämtliche Schaumfeuerlöscher auf dem Markt. In jedem Fall ist zu erwarten, dass PFAS in den nächsten Jahren innerhalb der EU mittelfristig verboten werden. Aktuelle Gesetzesvorlagen zu einem Verbot liegen der zuständigen EU-Kommission vor. Wie die Verwendung dieser Feuerlöscher dann geregelt wird, ist zurzeit noch nicht bekannt. Es gilt aber als sehr wahrscheinlich, dass Feuerlöscher mit PFAS-haltigen Stoffen dann künftig nicht betrieben werden dürfen.

Wir können Ihnen bereits zum jetzigen Zeitpunkt eine entsprechende Alternative anbieten.

Eine Zeitreise in
die Flourfreie
Zukunft.

2006

Verbot von PFOS

PFOS sind seit 2006 durch die VERORDNUNG (EU) 2006/122/EG verboten. Bei PFOS-haltigen Löschschäumen spricht man von C12-Chemie, teils auch C8. Bedeutet 12-kettige Struktur = hohe halogenierte Konzentration an Fluor. 

2015

Interschutz 2015

Erster fluorfreier Feuerlöscher auf der Interschutz 2015. Feuerschutz Jockel hat als ein Vorreiter mit der GREEN GENERATION eine komplette Familie an Feuerlöschern, ohne Zusatz von Fluortensiden und Lösungsmitteln auf der Interschutz 2015 vorgestellt. GREEN GENERATION gibt zudem auch Handlungsanweisungen für fluorfreie Alternativen.

2019

Green Deal

Die erklärten Ziele sind unter anderem die Limitierung beziehungsweise den Verzicht auf persistente Stoffe sowie saubere Luft, sauberes Wasser einen gesunden Boden und Biodiversität zum Schutz der Umwelt.

2020

Verbot von PFOA

sind seit 04.07.2020 verboten. Bei PFOA spricht man von C8-Chemie. Dies bedeutet eine 8-kettige Struktur die eine Alternative zur C12-Chemie an halogenisiertem Fluor bietet.

2021

Aufnahme von PFHxS

PFHxS sind 2021 in die REACH-Kandidatenliste (eingeschränkte Stoffe) aufgenommen worden

Geplante Aufnahme von PFHxA

Für Feuerlöscher relevant ist die Substanz PFHxA, wo ebenfalls eine Regulierung über REACH beantragt worden ist. PFHxA bildet praktisch die Grundlage der aktuellen, 6-kettigen Löschschäume ab. Und ist bis heute Stand der Technik beim Feuerlöscher.

2022

Konsultationsverfahren der ECHA zur Regulierung von PFAS in Feuerlöschschäumen

Seit dem 23. März 2022 läuft das
6-monatige Konsultationsverfahren. Es betrifft über 4.700 Stoffe der Perfluoralkylchemikalien.

Annahmeschluss ECHA

Konsultationsverfahren endet zum 23.09.2022. Voraussichtliche Veröffentlichung der Regulierung ist für das Jahr 2023/2024 geplant.

2023

Vermutlich Regulierung von PFAS in Feuerlöschschäumen

Spätestens 2024 wird eine Regulierung aller PFAS in Feuerlöschschäumen erwartet. Die Regulierung wird eine weitere Nutzung von PFAS-haltigen Löschschäumen eingrenzen oder schlichtweg unmöglich machen.

2024

Ausschließlich Fluorfreie Feuerlöscher

Ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung, ist für den Feuerlöscher sehr kurze Übergangszeit vorgesehen. Machen Sie sich mit uns schon heute auf den Weg in eine flourfreie und grüne Zukunft!

PFAS Schaubild

Fluor-Transformation.

Inkrafttreten der Verordnung zur Fluortransform

Bei PFOS-haltigen Löschschäumen spricht man von C12-Chemie. Eine 12-kettige Struktur bedeutet eine hohe halogenisierte Konzentration an Fluor. Die Herstellung erfolgte über das sogenannte Siemonsverfahren. Im Jahr 2000 wurde die Produktion von 3M komplett gestoppt. DUPONT hat dann mit einem neuartigen Verfahren „der Telomerisation“ eine Alternative auf den Markt gebracht, die C8-Chemie. Heute bekannt als PFOA-haltige Substanzen (Verbot 04.07.2020).

6 Monate nach Inkrafttreten der Verordnung

PFAS-haltige Schaum­feuer­löscher dürfen ab dem 6. Monat nach Inkraft­treten des Verbots nur noch unter strengen Auflagen ver­wen­det werden. PFAS-haltige Konzentrate mit einem Grenzwert größer 1000ppb dürfen nachfolgend nur noch und ausschließlich bei der B-Brandgefährdung zum Einsatz kommen. Details im Schaubild

18 Monate nach Inkrafttreten der Verordnung

Für Berufs- und Freiwillige Feuerwehren gilt eine Übergangszeit von bis zu 18 Monate nach Inkrafttreten der Verordung.

Risk-Centren und praktische Brandschutz-Trainings mit PFAS-Löschern sind nach 18 Monate nicht weiter erlaubt.
Ausgenommen davon sind: Löschanlagen (deren Tests, Funktionsprüfung und Löschmitteltests). Nach 10 Jahren ist
auch diese Verwendung verboten.

5 Jahre nach Inkrafttreten der Verordnung

Für alle nicht vorher genannten Sektoren (Handel, Gewerbe, soziale Einrichtungen, etc.) gilt eine Ubergangszeit von 5
Jahren. 

• Für alle trag- und farhbaren Feuerlöscher gelten ebenfalls 5 Jahre (EN3-7 und EN1866). 

• Für zivile Schifffahrt und Binnenschifffahrt gilt der gleiche zeitliche Verweis von 5 Jahren. Für Löschanlagen auf Schiffen gelten 3 Jahre Übergangszeit.

10 Jahre nach Inkrafttreten der Verordnung

Alle Störfallbetriebe, Flughäfen, Bundeswehr, Offshore- und Onshore Öl- und Gaswerke, Kraft- werke, Müll-Deponien, Lebensmittelproduktionen, Metall Produktion- und Verarbeitung wird eine Übergangsfrist von 10 Jahren nach Inkrafttreten der Verordung eingeräumt.

Ansonsten ist nach 10 Jahren keinerlei Herstellung, Verwendung, Verarbeitung, Verarbeitung oder anderweitige Nutzung von PFAS über 1000ppb erlaubt.

Flourtransformation-Schaubild

Handlungsempfehlungen.

Anhand der bei der Regulierung geltenden Grenzwerte für PFAS-haltige Schaummittel ist es nicht möglich bestehende fluorhaltige Schaumlöscher durch Reinigen und dem Austausch des vorhandenen Löschmittels durch ein neues, fluorfreies Löschmittel, für eine weitere Verwendung umzurüsten. Alle Materialien, die mit PFAS-haltigen Stoffen kontaminiert wurden, sind fachgerecht zu entsorgen. Bei Premix-Feuerlöschern wären neben dem Behälter auch z.B. die Armatur und das Steigrohr betroffen. PFAS-haltige Stoffe sind persistent und lagern sich auch in Metallen ab.

Allein bislang nicht aktivierte (unausgelöste) Kartuschenlöscher (die PFAS-haltigen Stoffe befinden sich im Schaumkonzentrat, in der Kartusche) könnten mit einem PFAS-freien Schaumkonzentrat für eine weitere Verwendung umgerüstet werden. Alle kontaminierten Feuerlöscher, dazu gehören grundsätzlich Premix-Schaumlöscher, müssen innerhalb der geltenden Übergangsfristen durch Geräte mit PFAS-freien Löschmittel ersetzt werden.

Als Fachmann im Bereich des Brandschutzes sollten Sie folgende Punkte bei der Beratung über die anstehenden Schritte zur Integration der Fluortransformation in die vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung (gem. §5 und §6 des Arbeitsschutzgesetzes) des Betreibers beachten:

  • In welchen Bereichen werden Schaumlöscher eingesetzt bzw. bevorratet?
  • Sind die bestehenden Geräte Premix-Löscher oder Kartuschen-Löscher?
  • Werden bereits Schaumlöscher mit PFAS-freien Löschmittel eingesetzt?
  • Sind von den Schaumlöschmitteln die aktuellen Sicherheitsdatenblätter vorhandenen?
  • Sind die Betriebsanleitungen für den Umgang mit Gefahrstoffen angepasst?
  • Sind für den geplanten Einsatzbereich Schaumlöscher notwendig, oder gibt es Alternativen?
  • Reicht die Brandklasse A (Brände fester Stoffe, hauptsächlich organischer Natur, die normalerweise unter Glutbildung verbrennen) für den geplanten Einsatzbereich?
  • Dort, wo unbedingt die Brandklassen A & B mit Schaumlöschern abgedeckt sein müssen, sollten nur noch fluorfreie Schaumlöscher eingesetzt werden.

Folgende Feuerlöscher wären eine umweltfreundlichere Alternative:

  1. Wassernebel-Löscher
    Folgeschäden durch das Löschmittel selbst sind aufgrund der innovativen Wassernebeltechnik auf ein Minimum reduziert. Zum einen kommt durch die effiziente Technik weniger Löschmittel zum Einsatz, so dass sich im Vergleich zu einem regulären Wasserlöscher sogar die zur Verfügung stehende Sprühkapazität erhöht. Zum anderen verdunstet der Wassernebel sehr schnell, so dass er auf empfindliche Einrichtungen kaum Auswirkungen hat.
    1. Büro- & Verwaltungsbereiche
    2. Lager für Papier, organische
    3. Materialien und Textilien
    4. Medical facilities
    5. Engineering rooms
    6. Museums
    7. Schulen und Pflegeheime
    8. Textile industry
    9. Hobby und Freizeitbereiche
  2. Kohlendioxid-Löscher
    Die Jockel Kohlendioxid-Löscher löschen rückstandsfrei. Daher eignen sie sich insbesondere zur Brandbekämpfung bei EDV-Anlagen und bei Einsätzen in Laboren. Das gasförmige Löschmittel lässt sich optimal verteilen und erstickt den Brand schnell und effektiv.
    1. Serverumgebungen
    2. EDV-Anlagen
    3. Labore
    4. Arztpraxen
  3. Gel extinguishers
    Löschen mit Gel ist vor allem die Lösung bei Problembränden. Das Gel lässt sich leicht auf den Brandherd sprühen und bildet dort eine kühlende und luftundurchlässige Schicht, sodass der Brand erstickt. Das Gel ist von der Beschaffenheit her so aufgebaut, dass es auch auf schwierigen Oberflächen haften bleibt. Das Löschgel verdunstet nahezu rückstandsfrei.
    1. Lager und Transport von Li-Ionen-Akkus
    2. Entsorgungs- und Recyclingunternehmen

Jetzt fluorfrei werden.

Schon jetzt haben wir bereits eine große Auswahl fluorfreier Feuerlöscher in unserem Sortiment.

Rückruf von einem
PFAS Experten
anfordern.

Lassen Sie sich professionell beraten!

Wir begleiten Sie gerne kompetent und persönlich bei Ihrem Weg in die fluorfreie Zukunft Ihrer Löschtechnik. Auch bei einer möglichen Umrüstung Ihrer vorhandenen Feuerlöscher stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite.

Weiter Kontaktmöglichkeiten:
pfas@jockel.de Tel.: +49 (0)2191/9667-0

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